Liebe Kinder,

da im Moment keine Schule und kein Kindergarten ist, werde ich Euch ab heute jeden Freitag eine Wochenaufgabe stellen. Ihr habt dann eine Woche Zeit zu malen, zu basteln oder zu knobeln.  Bei der Lösung sind Eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wer mag, kann mir seine Ergebnisse per E-Mail zusenden.

Ich wünsche Euch viel Spaß!

 

Die Kronen vom Pharao

Der Pharao war, das wisst ihr ja sicher, der König von Ägypten. Jeder König hat eine Krone. Doch halt, der Pharao hatte gleich mehrere Kronen. Wie kommt das?

Er hat die Kronen zu verschiedenen Anlässen getragen. So trug er die blaue Krone während eines Krieges. Das war auch praktisch. Denn sie war eher eine Haube und lag eng am Kopf. So konnte sie nicht während eines Kampfes vom Kopf runterfallen.

Die wichtigsten Kronen waren eine weiße und eine rote Krone. Die weiße Krone sah so ähnlich aus wie eine Sektflasche.

Die rote Krone sah so aus, wie ein Stuhl, mit dem man kippelt und mit einem Kringel dran.

Man weiß nicht genau, aus welchem Material die Kronen waren. Es wurden noch keine gefunden. Vielleicht waren sie aus Binsen oder Stoff. Es wird wohl ein Material gewesen sein, das nicht lange hält.

 

Um zu verstehen, warum der Pharao hauptsächlich diese zwei Kronen trug, muss man wissen, dass das Alte Ägypten eigentlich aus zwei Ländern bestand: Unterägypten lag im Norden, also „oben“ und war das Gebiet um das Nildelta. Ein Delta ist der Teil des Flusses, der in das Meer oder in einen See fließt. Dadurch, dass der Fluss sich in mehrere Arme gabelt bzw. verzweigt, bekommt er eine dreieckige Form. Das Nildelta ist also das dreieckige Gebiet, in dem der Nil in das Mittelmeer mündet. Dieses Gebiet war Unterägypten. Um zu zeigen, dass er König von Unterägypten ist, trug der Pharao die rote Krone.

Der schmale Streifen links und rechts vom Nil im Süden des Landes, also „unten“ wurde Oberägypten genannt. Wollte der Pharao darauf hinweisen, dass er der König von Oberägypten ist, trug er die weiße Krone.

Doch meistens trug er die rote und weiße Krone gleichzeitig. Schließlich war er der König von beiden Ländern, von Unter- und Oberägypten.

Das passte sehr gut, denn man konnte beide Kronen ineinander stecken.

Nun zu meiner Aufgabe für Euch: Stellen wir uns mal vor, Frau Merkel wäre Königin. Wie würden dann die Kronen der unterschiedlichen Bundesländer aussehen? Hätte dann die bayrische Krone die Form einer Brezel? Oder wären blau-weiße Alpen zu sehen? Malt oder bastelt doch mal die Krone eures Bundeslandes. Vielleicht mögt ihr auch die Kronen aller 16 Bundesländer basteln. Wann müsste Frau Merkel welche Krone tragen? Es passen ja schlecht alle 16 Kronen auf dem Kopf. Überlegt euch was.

Schickt eure Zeichnungen oder Fotos zu mir unter: ulrike.goetz@fruehes-forschen.de.

 

Die schönsten Bilder werde ich mit eurem Vornamen hier veröffentlichen. Ihr habt bis nächsten Freitag (3. April 2020) Zeit.

Für besonders Neugierige habe ich noch eine kleine Extra-Aufgabe: Forscht mal im Internet oder im Atlas nach, wie ein Flussdelta aussieht. Wie sehen das Nildelta, das Donau-Delta und das Rhein-Delta aus? In welche Seen oder Meere münden sie? Fallen euch noch andere Flüsse ein? Es gibt noch etwas Anderes, das Delta bezeichnet wird! Ich meine nicht Firmen-Namen. Kleiner Tipp: Es wird nicht oft gebraucht. Manchmal wird es im Mathematik- Unterricht der älteren Schüler erwähnt. Na, kommt ihr drauf?

 

Ich wünsche euch viel Spaß!

 

Benutzte Quellen:

 

Wolfgang Helck/ Eberhard Otto „Kleines Lexikon der Ägyptologie“, 4. Auflage, Harrossowitz Verlag, Wiesbaden, 1999, Artikel „Kronen“

 

Wikipedia: Artikel „Pharao“, eingesehen am26. 03. 2020, (https://de.wikipedia.org/wiki/Pharao)
Artikel „Oberägypten“, eingesehen am 26. 03. 2020 (https://de.wikipedia.org/wiki/Ober%C3%A4gypten

          

 

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Der Pharao trägt die rote Krone Unterägyptens.
Malvorlage von Sonia Focke
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Der Pharao trägt die weiße Krone Oberägyptens.
Malvorlage von Ulrike Götz
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Weiße Krone Oberägyptens
Malvorlage von Sonia Focke
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Nemes-Kopftuch
Malvorlage von Sonia Focke.
Das Nemes-Kopftuch durfte nur der König tragen!
Nemes-Kopftuch.jpeg
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Frühes Forschen© - Bionik

Das Wort „Bionik“ setzt sich aus „Biologie“ und „Technik“ zusammen. Bioniker sind also Leute, die die Natur genau beobachten und dann versuchen, diese mit Technik nachzubauen. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten.

 

1.    Jemand möchte etwas erfinden und sucht dabei nach einer Lösung, die die Natur schon gefunden hat. So konstruierte Leonardo da Vinci Flugmaschinen, nachdem er fliegende Insekten und Vögel beobachtet hat.

 

2.    Einem Ingenieur fällt etwas in der Natur auf und dann überlegt er, wie man das anwenden kann. So ist es Georges de Mestral gegangen. Nach jedem Spaziergang mit seinem Hund musste er die Kletten aus dessen Fell absammeln. Eines Tages legte er eine Klette unter sein Mikroskop. Danach entwickelte er den Klettverschluss.  

 

Für diese Wochenaufgabe bitte ich Euch, mal im Pflanzenbestimmungsbuch nachzuschauen, wie eine Mohnblume aussieht. Sucht nach einem Bild, auf der die Mohnblüte verblüht und die Blütenblätter abgefallen sind. Dann bleibt nämlich nur die Samenkapsel übrig. Diese Kapsel hat kleine Poren. Wenn die Kapsel sich durch den Wind neigt, fallen die Mohnkörner raus.

 

Ihr könnt jetzt so eine Samenkapsel nachbauen.

 

Lasst Euch dabei von Euren Eltern helfen!

 

Ihr braucht dazu:

Ein leeres Überraschungsei

 eine Untertasse

 ein Teelicht

 Streichhölzer

 ein Schraubenzieher oder ein Nagel und eine Wäscheklammer

 Draht

 Schaschlikspieße, Zahnstocher

 Strippe

 Klebeband – und was ihr sonst so findet im Haushalt.

 

 Wie das geht, zeige ich Euch im Video.

 Wer mag, kann mir ein Foto von seinen Ergebnissen zuschicken. Viel Spaß!

 

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Bionik.mp4
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Falls der Link für das Video nicht funktioniert: Auf meiner Facebook-Seite "Frühes Forschen Hamburg" könnt Ihr Euch es auch anschauen!


Materialien für das Riech-Gedächtnisspiel: selbstgefaltete Schachteln, Geschenkschächtelchen oder Überraschungseier, Wattepads, Duftöle
Materialien für das Riech-Gedächtnisspiel: selbstgefaltete Schachteln, Geschenkschächtelchen oder Überraschungseier, Wattepads, Duftöle

Frühes Forschen© - Mit allen Sinnen

Heute möchte Euch Einiges über unsere Sinne erklären. Der Mensch hat fünf Sinne: das Sehen mit den Augen, das Hören mit den Ohren, das Riechen mit der Nase, das Schmecken mit der Zunge und das Fühlen mit der Haut.

Unsere Sinne funktionieren nicht unabhängig voneinander. So schmecken wir besser, wenn wir riechen können. Du glaubst das nicht?

Dann probier‘ es aus!

Du brauchst dafür:

  • verschiedene kleingeschnittene Obst und Gemüsesorten
  • ein Tuch zum Verbinden der Augen
  • eine Nasenklammer oder eine normale Wäscheklammer

Lass dir von jemanden die Augen verbinden. Dann lass dich vom anderen „füttern“. Doch bevor du die Obststücke in den Mund gelegt bekommst, darfst du daran riechen. Errätst du, was du da isst?

 

Beim zweiten Durchgang sind nicht nur deine Augen verbunden, sondern du setzt auch noch die Nasenklammer vom Schwimmunterricht auf. Es kann auch eine normale Wäscheklammer sein oder du hältst dir einfach die Nase zu.

Errätst du jetzt, was du isst?

 

Wahrscheinlich hast du Probleme, alles richtig zu erraten. Jetzt weißt du auch, warum du nicht so gut schmecken kannst, wenn du Schnupfen hast.

 

 

Wie wichtig das Tasten ist, merkst du beim folgenden Experiment:

Klebe über deine Fingerspitzen Tesa-Film. Dann lass dir deine Augen verbinden. Nun lass dir von jemand anders verschiedene Gegenstände in die Hand drücken: Lego-Steine, Murmeln, Filz und Baumwollstoff, ein Stein, ein Blatt…

Was kannst du ertasten?

 

Du kannst auch andere Spiele ausprobieren, die deine Sinne trainieren. Dafür kannst du im Internet unter „KIM-Spiele“ nachschauen. Wundere dich nicht, wenn die Tipps im Zusammenhang mit „Altenpflege“ gegeben werden. Es sind Spiele, die man bis ins hohe Alter spielen kann.

Es gibt die Legende, dass ein Dieb einen Waisenjungen, der Kim hieß, zu einem Meisterdieb ausgebildet hat. Dafür hat er mit Kim Spiele gespielt, die dessen Sinne geschult haben. Nun möchtest du kein Meisterdieb werden, aber eine gute Beobachtung hat noch nie geschadet.

Bastle doch mit deinen Eltern ein Riech-Gedächtnisspiel. Du brauchst dafür:

  • mehrere leere Überraschungseier oder Filmdosen oder kleine Schachteln

    oder die kleinen Beutel vom wiederbefüllbaren Adventskalender

  • Wattepads

  • Duftöle oder

    intensiv riechende Materialien, wie z. B. Seife, Kakao, Kaffeepulver, Obststücke, Blumen usw.

Du tropft auf zwei Wattepads jeweils das gleiche Duftöl. Bitte wasch dir, nachdem du das Duftöl benutzt hast, die Hände. Fass dir nicht an die Augen vor dem Händewaschen! Dann packst du je ein Wattepad in ein Überraschungsei. Wenn du keine Sauna- oder Duftöle hast, dann versteckst ein wenig Kakao, Blüten und andere duftende Materialien so in dem Überraschungsei oder Beutel, dass du nicht siehst, wenn du ihn öffnest, um daran zu riechen.

 

Nun die verschlossenen Eier/Beutel auf den Tisch legen und dann mit Eltern oder Geschwistern nach Paaren suchen. Wer die meisten Paare erschnuppert hat, hat gewonnen.